Montag, 31. August 2015

Alles Schnitzel, oder was?

Ist euch eigentlich auch aufgefallen, wie viele vegane Schnitzel-Produkte es gibt? Ich wurde durch die Reklame eines großen Wurstproduzenten irgendwie darauf aufmerksam... Ich muss zugeben, dass wir ja auch ab und an solche Produkte kaufen und im Haus haben – es ist halt schnell und einfach zuzubereiten. Aber wenn wir ehrlich sind, kann man so ein Veggie-Schnitzel auch super selbst herstellen! Da haben wir in der Vergangenheit schon ziemlich viel herum experimentiert – wie beispielsweise mit dem Cordon Bleu.
Ich muss aber sagen, die einfachste und und für mich leckerste Variante ist und bleibt es, Gemüse zu panieren und zu braten. Das allererste Mal, dass ich so etwas aß, war sogar bei meiner Oma. Sie hatte mir damals ein Blumenkohlschnitzel gebraten. Und das war so simpel: eine (dicke Scheibe) Blumenkohl in Salzwasser garen und anschließend paniert in der Pfanne anbraten. Voila! Fertig ist ein Veggieschnitzel, das sowohl optisch, als auch geschmacklich top ist!
Mit diesem groben Ablauf kann man eigentlich (fast) jedes Gemüse zum "Schnitzel" machen: Kohlrabi, Blumenkohl, Sellerie, Rote Bete, Bovist, Kürbis, Auberginen, Zucchini... Es eignen sich natürlich eher festere Gemüsesorten. Manche sollte man vorher aber lieber nicht kochen... Eigentlich kann man fast alle Gemüsesorten Schnitzel werden lassen, indem man es kocht, püriert und mit etwas Paniermehl oder gekochten Kartoffeln zusammendrückt und in Schnitzel- bzw. Bratlingform presst.
Und natürlich kann man auch Seitan, Tempeh, Soja, (Räucher-)Tofu... zu Schnitzel verarbeiten. Rezepte dazu gibt es auch in fast jedem veganem Kochbuch. Das wichtigste beim Schnitzel ist ja quasi die Panade und dafür habe ich mich mal in einem Baukasten versucht. Ich freue mich natürlich über weitere Ideen!

Veggie-Schnitzel-Panier-Baukasten
1. Mehl: Als "erste Schicht" kann man natürlich normales Weizenmehl nehmen, aber auch alle anderen Mehlsorten funktionieren. Wer beispielsweise aufgrund einer Glutenunverträglichkeit kein Mehl essen darf, kann auf Maismehl ausweichen.

2. "Ei": Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten – wer es asiatisch mag, mixt eine klebrige Marinade zusammen, wer es traditioneller mag, kann sich die Bindefähigkeit von Kichererbsen zunutze machen:
Kichererbsen-Variante: Kichererbsenmehl, Wasser, Salz, Pfeffer und etwas Kurkuma zusammen rühren (je nach gewünschter Menge EL-weise etwas Mehl hinzugeben bis ein zähflüssiger Teig entsteht)
Asiatisch: Sojasauce, Agavendicksaft und Limettensaft (bei Bedarf auch gern Chili) verquirlen - hier muss darauf geachtet werden, dass genügend Agavendicksaft verwendet wird.
Senf: Simpel und auch sehr effektiv ;-)
"Speedy": Wer einen Schritt beim Paniervorgang einsparen möchte, kann auch schon das Mehl mit etwas Flüssigkeit (z.B. Sojadrink, Dinkeldrink etc.) und Kräutern verrühren.

3. Panade: Die äusserste Schicht möchte man ja meist schön knusprig haben. Und auch hier gibt es zahlreiche Möglichkeiten zusätzlich zu den klassischen Semmelbröseln:
- Semmelbrösel
- Cornflakes
- Sesam
- geschrotene Kerne (Kürbis, Sonnenblumen etc.)
- Mandeln
- Amaranth...

So, und jetzt viel Spaß beim Schnitzeln!

Freitag, 28. August 2015

*Buchrezension* Liebe auf den zweiten Blick ... Die vegane Kochschule

Hust hust, ähm ja, es ist schon echt einige Zeit her, seit ich das Kochbuch von Sebastian Copien angekündigt habe und es tut mir wirklich wahnsinnig leid, dass ich die Rezension erst jetzt veröffentliche. Dabei ist das Buch sooo toll! Und mein Beitrag eigentlich auch schon seit Wochen fertig, aber dann war da dieses Fest, das zuerst zu planen und natürlich letztendlich zu feiern war, und dieser Halbmarathon und das Training dafür und die Läufe danach und dann, jetzt vor ein paar Wochen meine Tollpatschigkeit beim Canyoning... Aber ich möchte euch das Buch nicht länger vorenthalten:

Auf den ersten Blick sieht das neue Werk, "Die vegane Kochschule" von Sebastian Copien aus wie alle anderen veganen Kochbücher – ein hübsches, schönes, veganes Kochbuch eben. Auf den zweiten, dritten, vierten, fünften... Blick verliebt man sich immer mehr in dieses Buch, denn es offenbart beim Duchblättern, Lesen, Lernen und natürlich nicht zuletzt beim Kochen seine ganzen Feinheiten. Warum? Das möchte ich zumindest versuchen, zu erklären.
Auf den zweiten Blick schon wird deutlich, dass der Anspruch an dieses Buch von seinem Autor höher ist als bei manch anderen seiner Art – der Buchumschlag ist ein sehr hochwertiger Druck und schon allein damit zeigt sich (für mich), dass hier nachgedacht wurde (und dass man für den Preis von 29,99 Euro etwas erwarten kann).

Wer aber ist der Autor? Hat er ein Restaurant? Fährt er als Veganer Porsche mit Ledersitzen oder verkleidet sich als Gangster? Weder noch. Man hört eigentlich kaum etwas von diesem sympatischen Koch. Hier in München hat er eine Showküche, in der er zu Kochkursen und Seminaren für die pflanzliche Küche einlädt. Vegan_and_happy hatte bereits das Glück, an einem dieser Kochkurse teilzunehmen und war begeistert: Sebastian Copien ist kein penetranter Veganer, der Nicht-Veganer missionieren möchte. Deswegen würde sie auch jederzeit wieder einen Kochkurs von ihm besuchen. Er ist zudem auch noch total sympatisch - leider musste sie am Ende des Kurses erfahren, dass er schon vergeben ist: "einen veganen Koch als Freund, der dann auch noch selbst anbaut, kann nie verkeht sein..." Zumindest bleibt uns allen sein Kochbuch und ich selbst werde auch in absehbarer Zeit endlich einen seiner Kochkurse erleben dürfen! :-D

In seinem neuen Kochbuch hat er nicht nur über 200 saisonale Rezepte verpackt, sondern auch ganz ganz ganz viele Tipps zum veganen Kochen gegeben – deswegen natürlich auch der Buchtitel "Kochschule". Und diesem Titel wird das Buch allemal gerecht. Ich wusste zunächst gar nicht, wo ich anfangen soll. Am liebsten hätte ich alles gleichzeitig in mich aufgesogen. Das Buch beginnt mit einer ausführlichen Warenkunde und Küchenpraxis (gute 50 Seiten). Hier kann man lernen, wie man welche Lebensmittel lagert, haltbar macht oder welche Grundausstattung man als Veganer haben sollte. Einiges weiß ein langjähriger Veganer vielleicht schon, aber ich hab viel Neues erfahren und mit tut es auch immer wieder gut, an manche Sachen erinnert zu werden.


Im Anschluss folgen Basic-Rezepte, also Saucen, Klassiker, Frühstücksmöglichkeiten etc. Und hier habe ich schon mein Herz das drittte Mal vergeben. Die Saucen sind sooo lecker! Als erstes hatte ich mich an der Sauce Hollandaise probiert – ich muss zugeben, den allerersten Versuch habe ich noch ziemlich "geschummelt", denn ich hatte gefühlt nur die Hälfte der Zutaten zuhause und nur ein Drittel der notwendigen Schritte befolgt. Die Herstellung der Sauce kam mir einfach zu aufwendig vor (man braucht sogar eine Sauteuse dazu...). Aber dann dachte ich mir, dass ich eigentlich noch nie eine "richtige" Sauce zubereitet habe und versuchte es erneut (okay, die hilfreichen Tipps von Sebastian Copien himself via Instagram und Facebook haben mich auch dazu bewegt!). Und wie gesagt - ich bin begeistert!
Nach den Basics folgt der Hauptteil, das Herzstück des Buches - 120 Seiten mit Rezepten, geordnet nach den Jahreszeiten. Die wunderschönen Bilder wurden übrigens vom Fotografen Hansi Heckmair gemacht und lassen einem das Wasser im Mund zerfließen...

 

Jedes Kapitel wird eingeführt mit Wissenswertem zu wichtigen Gemüse- oder Obstsorten aus der jeweiligen Jahreszeit. So werden im Frühling natürlich Spargel und Bärlauch und im Sommer Zucchini und Gurke vorgestellt. Dazu gibt es beispielsweise im Sommer Rezepte für den Biergarten und die Grillparty. Summasumarum: Dieser Kauf lohnt sich auf alle Fälle! Bei allen Rezepten bin ich bisher nicht enttäuscht worden. Manche klingen beim ersten Lesen aufwendig, teils sind viele Zutaten notwendig, aber am Ende kommt immer etwas sehr leckeres heraus!

Fazit: Absolute Kaufempfehlung (oder Tipp für ein Geschenk) von mir!!! 

Freitag, 10. Juli 2015

Vegan Wednesday #149 - hier wird gesammelt!


Du heiliger BimBam! Es ist ja sogar schon Freitag! Die Hitze ist Schuld an der Verspätung...
Aber keine Angst – es gibt kein Hitzefrei für uns und diese Woche soll der Vegan Wednesday #149 natürlich auch nicht ausfallen.
Eine kleine Änderung wird es aber ab jetzt geben: Denn wir gehen jetzt (mit euch natürlich) in einen kleinen Sommerpausenrythmus. Das heißt, dass wir alle jetzt mehr Zeit haben, das schöne Sommerwetter auch zu genießen. Denn ab jetzt bis September werden wir immer zwei Wochen lang eure Beiträge sammeln. Dazu haben wir uns ein paar nette Themen(boards) überlegt, die wir in den nächsten Wochen dann auch vorstellen werden. 

Was ändert sich sonst noch? Nichts! Wir werden immer auf Facebook ankündigen, wer wann in welchem Blog sammelt und ihr habt dann zwei Wochen lang jeweils Zeit, euren Blogbeitrag zu verfassen und den Link dazu jeweils unter dem Sammelpost zu hinterlassen.
Wie auch bisher suchen wir Beiträge mit veganem Essen - dafür muss dein Blog nicht rein vegan sein, aber dein Beitrag für den Vegan Wednesday sollte ausschließlich vegane Gerichte, Speisen, Tipps etc. enthalten.

So, und jetzt freue ich mich zwei Wochen lang auf eure Beiträge! Bis zum Samstag, den 18. Juli 2015 könnt ihr also hier unter diesem Beitrag in einem Kommentar den Link zu eurem Post oder zu euren Pinterest-/Instagram-Bildern hinterlassen. Am Sonntag, den 19. Juli erstelle ich dann das Vegan Wednesday #149-Board mit allen Beiträgen.

Montag, 29. Juni 2015

Best Cake ever: Schoko-Avocado-Torte von Surdham Göb *Rezept*

Am Wochenende waren wir (unter anderem) auf einer Sommergeburtstagsfeier auf dem bayerischen Lande zu Gast. Da jeder etwas mitbringen durfte, haben wir für veganen Kuchen gesorgt und (mittlerweile unser Steckenpferd), die vegane, ultramegageile Schoko-Avocado-Torte von Surdham Göb fix am Samstag gebacken. Da die Torte so bombastisch ankam und ich mehrfach um das Rezept gebeten wurde, ist mir aufgefallen, dass ich es hier auch noch nie veröffentlicht habe.

Also hier kommt es: Mein / unser aktueller Lieblingskuchen, supersaftigschokoladiggeil. Aber Achtung: Davon schafft man kein großes Stück und es hat totalen Suchtfaktor ;-) Das Rezept sieht auf den ersten Blick kompliziert aus - ist es aber nicht – versprochen!

Ach so, wer lieber erst einmal nur ein Stück davon probieren möchte - es gibt den Kuchen immer mal wieder im Tushita Teehaus.

Ach sooo die Zweite: Das Kochbuch, aus dem dieses Rezept stammt (Meine vegane Küche) lohnt sich nicht nur wegen diesem genialen Kuchenrezept zu kaufen! ;-) 

Schoko-Avocado-Kuchen
Mürbeteig 
Zutaten: 
- 250 g Dinkelmehl Type 630
- 30 g Kakaopulver
- 125 g pflanzliche Margarine
- 100 g Rohrohrzucker
- Margarine zum Einfetten der Form
- 1 kg getrocknete Bohnen zum Blindbacken (bei Bedarf - wir stellen immer einfach eine umgedrehte Keramikschüssel auf den Kuchenboden)

Zubereitung: Alle Teigzutaten mit einem Knethaken zu einem festen, krümeligen Teig vermengen. Eine Springform einfetten und den Teig gleichmäßig darin verteilen. Zuerst den Rand, dann den Boden andrücken, aber nicht zu fest, damit sich der Tortenboden nach dem Backen gut aus der Form löst. Mit Backpapier auslegen und mit Bohnen zum Blindbacken beschweren, damit die Teigränder beim Backen nicht herunterrutschen. Im Backofen bei 160 Grad 30 Minuten backen. Herausnehmen und dem Rand entlang von der Form lösen, den Springform-Rand lösen und leicht anheben, den Formboden entfernen und den Ring wieder schließen. Den Ring bis nach dem Auftragen der Cremes nicht entfernen. Den Tortenboden auskühlen lassen.

Avocadocreme: 
Zutaten: 
- 3 reife Avocados
- Saft von 1 Zitrone
- 4 EL Rohrohrzucker
- 6 EL geschmacksneutrales Pflanzenöl
- 3 gestrichene TL Johannisbrotkernmehrl 

Zubereitung: Die Avocados halbieren, entsteinen und das Fruchtfleisch mit einem Löffel aus der Schale lösen. Das Avocadofleisch mit Zitronensaft, Zucker, Öl und Johannisbrotkernmehl mischen und mit dem Pürierstab zu einer sehr feinen Creme pürieren.

Schokocreme: 
Zutaten: 
- 200 g Zartbitterkuvertüre
- 100 ml Sojamilch Vanille (wir nutzen meist 150-200 ml damit die Schokocreme schön cremig bleibt)
- 1 gestrichener TL Johannisbrotkernmehl

Zubereitung: Die Kuvertüre im Wasserbad vorsichtig schmelzen. Wichtig ist dabei, dass es nicht zu heiß wird! Denn sonst trennt sich das Fett von der Schoki und das Ganze wird gar nicht mehr schön... Mit Sojamilch und Johannisbrotkernmehl zu einer feinen Creme pürieren mit einem Schneebesen verrühren.
Fertigstellung: Die Avocadocreme gleichmäßig auf dem Tortenboden verteilen und mit der Schoko-Creme übergießen, sodass keine Avocadocreme mehr zu sehen ist (sie wird sonst sehr schnell braun). Den Kuchen vor dem Servieren eine gute Stunde kalt stellen.

Das Rezept stammt aus dem geilen Kochbuch »Meine vegane Küche«, Surdham Göb, AT Verlag, 192 Seiten, € 19,90 (D). 

Dienstag, 16. Juni 2015

Vegan Wednesday #146 - hier wird gesammelt!


Kaum verkünde ich, dass es hier demnächst nur noch sporadisch Beiträge geben wird, schon folgt der nächste Post. Aber darüber freue ich mich (wie immer) sehr, denn ich bin mal wieder an der Reihe und darf eure Beiträge für den Vegan Wednesday sammeln!

Bis Sonntag habt ihr Zeit - bestimmt habt ihr tolle Grill- oder Biergartenfotos für mich, oder?!
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