Freitag, 10. Juli 2015

Vegan Wednesday #149 - hier wird gesammelt!


Du heiliger BimBam! Es ist ja sogar schon Freitag! Die Hitze ist Schuld an der Verspätung...
Aber keine Angst – es gibt kein Hitzefrei für uns und diese Woche soll der Vegan Wednesday #149 natürlich auch nicht ausfallen.
Eine kleine Änderung wird es aber ab jetzt geben: Denn wir gehen jetzt (mit euch natürlich) in einen kleinen Sommerpausenrythmus. Das heißt, dass wir alle jetzt mehr Zeit haben, das schöne Sommerwetter auch zu genießen. Denn ab jetzt bis September werden wir immer zwei Wochen lang eure Beiträge sammeln. Dazu haben wir uns ein paar nette Themen(boards) überlegt, die wir in den nächsten Wochen dann auch vorstellen werden. 

Was ändert sich sonst noch? Nichts! Wir werden immer auf Facebook ankündigen, wer wann in welchem Blog sammelt und ihr habt dann zwei Wochen lang jeweils Zeit, euren Blogbeitrag zu verfassen und den Link dazu jeweils unter dem Sammelpost zu hinterlassen.
Wie auch bisher suchen wir Beiträge mit veganem Essen - dafür muss dein Blog nicht rein vegan sein, aber dein Beitrag für den Vegan Wednesday sollte ausschließlich vegane Gerichte, Speisen, Tipps etc. enthalten.

So, und jetzt freue ich mich zwei Wochen lang auf eure Beiträge! Bis zum Samstag, den 18. Juli 2015 könnt ihr also hier unter diesem Beitrag in einem Kommentar den Link zu eurem Post oder zu euren Pinterest-/Instagram-Bildern hinterlassen. Am Sonntag, den 19. Juli erstelle ich dann das Vegan Wednesday #149-Board mit allen Beiträgen.

Montag, 29. Juni 2015

Best Cake ever: Schoko-Avocado-Torte von Surdham Göb *Rezept*

Am Wochenende waren wir (unter anderem) auf einer Sommergeburtstagsfeier auf dem bayerischen Lande zu Gast. Da jeder etwas mitbringen durfte, haben wir für veganen Kuchen gesorgt und (mittlerweile unser Steckenpferd), die vegane, ultramegageile Schoko-Avocado-Torte von Surdham Göb fix am Samstag gebacken. Da die Torte so bombastisch ankam und ich mehrfach um das Rezept gebeten wurde, ist mir aufgefallen, dass ich es hier auch noch nie veröffentlicht habe.

Also hier kommt es: Mein / unser aktueller Lieblingskuchen, supersaftigschokoladiggeil. Aber Achtung: Davon schafft man kein großes Stück und es hat totalen Suchtfaktor ;-) Das Rezept sieht auf den ersten Blick kompliziert aus - ist es aber nicht – versprochen!

Ach so, wer lieber erst einmal nur ein Stück davon probieren möchte - es gibt den Kuchen immer mal wieder im Tushita Teehaus.

Ach sooo die Zweite: Das Kochbuch, aus dem dieses Rezept stammt (Meine vegane Küche) lohnt sich nicht nur wegen diesem genialen Kuchenrezept zu kaufen! ;-) 

Schoko-Avocado-Kuchen
Mürbeteig 
Zutaten: 
- 250 g Dinkelmehl Type 630
- 30 g Kakaopulver
- 125 g pflanzliche Margarine
- 100 g Rohrohrzucker
- Margarine zum Einfetten der Form
- 1 kg getrocknete Bohnen zum Blindbacken (bei Bedarf - wir stellen immer einfach eine umgedrehte Keramikschüssel auf den Kuchenboden)

Zubereitung: Alle Teigzutaten mit einem Knethaken zu einem festen, krümeligen Teig vermengen. Eine Springform einfetten und den Teig gleichmäßig darin verteilen. Zuerst den Rand, dann den Boden andrücken, aber nicht zu fest, damit sich der Tortenboden nach dem Backen gut aus der Form löst. Mit Backpapier auslegen und mit Bohnen zum Blindbacken beschweren, damit die Teigränder beim Backen nicht herunterrutschen. Im Backofen bei 160 Grad 30 Minuten backen. Herausnehmen und dem Rand entlang von der Form lösen, den Springform-Rand lösen und leicht anheben, den Formboden entfernen und den Ring wieder schließen. Den Ring bis nach dem Auftragen der Cremes nicht entfernen. Den Tortenboden auskühlen lassen.

Avocadocreme: 
Zutaten: 
- 3 reife Avocados
- Saft von 1 Zitrone
- 4 EL Rohrohrzucker
- 6 EL geschmacksneutrales Pflanzenöl
- 3 gestrichene TL Johannisbrotkernmehrl 

Zubereitung: Die Avocados halbieren, entsteinen und das Fruchtfleisch mit einem Löffel aus der Schale lösen. Das Avocadofleisch mit Zitronensaft, Zucker, Öl und Johannisbrotkernmehl mischen und mit dem Pürierstab zu einer sehr feinen Creme pürieren.

Schokocreme: 
Zutaten: 
- 200 g Zartbitterkuvertüre
- 100 ml Sojamilch Vanille (wir nutzen meist 150-200 ml damit die Schokocreme schön cremig bleibt)
- 1 gestrichener TL Johannisbrotkernmehl

Zubereitung: Die Kuvertüre im Wasserbad vorsichtig schmelzen. Wichtig ist dabei, dass es nicht zu heiß wird! Denn sonst trennt sich das Fett von der Schoki und das Ganze wird gar nicht mehr schön... Mit Sojamilch und Johannisbrotkernmehl zu einer feinen Creme pürieren mit einem Schneebesen verrühren.
Fertigstellung: Die Avocadocreme gleichmäßig auf dem Tortenboden verteilen und mit der Schoko-Creme übergießen, sodass keine Avocadocreme mehr zu sehen ist (sie wird sonst sehr schnell braun). Den Kuchen vor dem Servieren eine gute Stunde kalt stellen.

Das Rezept stammt aus dem geilen Kochbuch »Meine vegane Küche«, Surdham Göb, AT Verlag, 192 Seiten, € 19,90 (D). 

Dienstag, 16. Juni 2015

Vegan Wednesday #146 - hier wird gesammelt!


Kaum verkünde ich, dass es hier demnächst nur noch sporadisch Beiträge geben wird, schon folgt der nächste Post. Aber darüber freue ich mich (wie immer) sehr, denn ich bin mal wieder an der Reihe und darf eure Beiträge für den Vegan Wednesday sammeln!

Bis Sonntag habt ihr Zeit - bestimmt habt ihr tolle Grill- oder Biergartenfotos für mich, oder?!

Montag, 15. Juni 2015

Ruhepause

Die Ruhepause hier auf dem Blog seit den letzten Monaten ist euch sicherlich aufgefallen und ich schulde euch jetzt echt mal eine Entschuldigung.

Entschuldigt die Stille hier auf dem Blog. Ich habe, glaube ich, mal erwähnt dass mich derzeit zwei große Projekte beschäftigen – das war mein allererster Halbmarathon beim Rennsteig. Dies habe ich geschafft und ich kann sagen: ich laufe weiter. In den nächsten zwei Wochen stehen vier Lauftermine an: der Nike Women`s run 10k Berlin am 20. Juni (noch gibt es Plätze!), der Laufstop der Brooks Run Happy Tour hier in München am 26. Juni, der Roxy Run am 27. Juni und der Münchner Stadtlauf am 28. Juni (es wird also ein Laufintensives letztes Juni-Wochenende). Dann geht es erst nach den heißen Sommerwochen für mich weiter - zu dritt mit doradiamant2 und vegan_and_happy haben wir uns für den veganen 6-Stunden-Lauf am 12. September angemeldet und derzeit überlege ich noch, den Halbmarathon hier in München im Oktober zu bestreiten. Ihr seht - ich bleibe dem Laufsport treu.

Aber das allein ist nicht Schuld an der Funkstille hier. Dazu kommt als kleiner Anteil der Job der derzeit viel Zeit beansprucht und ein weiteres wichtiges Projekt für mich in diesem Sommer. Ich hatte mir zwar vorgenommen nach dem Rennsteig wieder verstärkt zu bloggen, aber das zweite Projekt nimmt, je näher es rückt, immer mehr Zeit in Anspruch. So wird es wohl auch noch einige Wochen bis Monate weitergehen. Ich hoffe, dass ich im Herbst wieder mehr zeit fürs bloggen schaffen kann.

Bis dahin wird es hier wohl nur sporadisch weiter gehen. Aber einige Sachen möchte ich euch unbedingt noch vorstellen – zum Beispiel das neue Kochbuch von Sebastian Copien "Die vegane Kochschule", welches ich, kurz gesagt, großartig finde!

Ich hoffe natürlich auch, euch von den bevorstehenden Läufen berichten zu können, aber versprechen kann und möchte ich das nach den letzten Wochen überhaupt nicht :-(

Wer möchte, kann mir auf instagram folgen (einige der Bilder seht ihr ja auch hier oben rechts) – dies ist etwas weniger zeitintensiv als das bloggen für mich und ihr seid trotzdem uptodate :-)

So und jetzt wünsche ich euch einen guten Wochenstart und auch schon einmal einen tollen Sommer!


Mittwoch, 13. Mai 2015

Ich renn den Rennsteig - OH. MY. GOD.

Mir ist kalt. Alles krampft sich zusammen. Ich weiß überhaupt nicht wohin. Eigentlich müsste ich noch aufs Klo, aber ich kann nicht. Meine Verdauung spielt nicht mit. Und irgendwie will ich mich auch nicht schon wieder eine halbe Stunde in die ellenlange Schlange vor den aufgereihten Dixi-Klos einreihen. Wobei – an dieser Stelle sei gesagt, dass dies schon echt sehr gut organisiert ist hier. Mit den vielen Dixi-Klos, dem kostenlosen Bustransfer schon 6 Uhr in der Früh und überhaupt...

Hier, das ist Oberhof. Kennt vielleicht der ein oder andere vom Skisport. Ein kleiner, beschaulicher Ort mitten im Thüringer Wald. Aber was mache ich hier eigentlich? Ich stehe in Laufschuhen (natürlich mit meinem Zeitchip, der heute auch endlich eingeweiht wird), Shorts, Shirt, langen Socken und einem blauen Müllsack irgendwo auf einer Straße im Wald in Oberhof. Block 6. Denn das ist der Startblock, der auf meiner Startnummer steht. Zusammen mit Elisa stehen wir hier vor 7 Uhr morgens, inmitten von knapp 6.500 anderen Verrückten in der morgendlichen Kälte dieses 9. Mai's 2015. Und warten. Warten auf den Startschuss.


Papa meinte gestern Abend noch, dass früher, zu seiner Studentenzeit, als er selbst den Marathon auf dem Rennsteig lief, der Schneewalzer gespielt wurde. Man schunkelte und schunkelte, damit es keinen Fehlstart gibt. Auch heute wird der Schneewalzer gespielt und dann ist es soweit. Der Start für den ersten Block fällt. Und ich frage mich, ob ich überhaupt ausreichend vorbereitet bin. Vorbereitet für die bevorstehenden 21,1 km, vorbereitet für die 333m Anstieg bei diesem Halbmarathon bei Europas größtem Crosslauf mit über 15.000 Sportlern. Zumindest habe ich meine Laufsachen gestern Abend schön vorbereitet zusammengelegt für ein Foto auf Instagram, welches ich letzten Endes gar nicht posten konnte, weil man im tiefen Thüringer Wald eben nicht überall guten Handyempfang hat.. Ich hoffe zumindest, dass ich ansonsten lauftechnisch gut vorbereitet bin. Zumindest habe ich größtenteils den 16wöchigen Trainingsplan befolgt und bin im März insgesamt 84,6 km bzw. im April 109,7 km insgesamt gelaufen. Hoffentlich reicht das... So ambitioniert wie die Läufer in der ersten Reihe des Startbocks hinter uns sehen wir zumindest in unserem Müllsäcken mit vor der Brust verschränkten Armen nicht aus...

Dann bewegt sich unser Startblock vorwärts. Zunächst nur gehend. Der Puls steigt. Wir entledigen uns unserer Müllsäcke und bewegen uns mit der Masse Richtung Startlinie. Dann geht es los. Wir beginnen mit dem Laufschritt. Es piept und piept, als wir über die Matten der Startlinie laufen. Ab jetzt läuft die Kilometeruhr und natürlich auch die Zeit. Wobei ich mir für meinen, diesen ersten Halbmarathon keine Zielzeit vorgenommen habe. Hauptaufgabe ist, wenn man so sagen möchte, die Atmosphäre aufzunehmen und den Halbmarathon überhaupt zu schaffen. Dafür habe ich die letzten Wochen trainiert und die letzten Tage fleissig Kohlenhydrate geschaufelt. Am Freitag ging es dann im Auto von München nach Oberhof mit Elisa und meinem Freund. Natürlich konnte ich die Nacht kaum schlafen (und es lag nicht nur an dem konsequenten Schnarchen meines Papas), aber als der Wecker um halb fünf klingelte, stieg die Nervosität noch ein paar tausend Nuancen an.
Aber Laufen ist zum Glück einfach - man setzt ja nur einen Fuß vor den anderen, macht einen Schritt nach dem anderen. Und schaut, dass man nicht stolpert oder andere anrempelt. Letzteres ist vor allem recht schwierig, bei dieser Masse an Läufern beim Rennsteig. Irgendwie wuseln wir uns durch, Elisa und ich. Sie überholt rechts, ich überhole links. Nebenbei werden wir natürlich auch noch überholt. Und dabei bin ich total überrascht, wie scheinbar einfach es sich läuft. Ich versuche, gleichmässig zu atmen. Drei Schritte pro Ein- und Ausatmung. So kann ich es eine Weile aushalten, weiß ich aus den langen Trainingsläufen. Dann kommt der erste Anstieg - Oh mein Gott ist das steil. Der größte Teil der Läufer wird zu Walkern. Ich versuche den Anstieg im Laufschritt und merke, dass ich mich vielleicht doch hätte aufwärmen sollen vor dem Start. Naja, nach diesem Anstieg werde ich definitiv warm sein...

Nachdem der Anstieg geschafft ist, freue ich mich regelrecht, denn ich denke, dass dies der "steile" Anstieg ist, den ich im Streckenprofil befürchtet hatte. Aber falsch gedacht, es ist nur der erste, winzigminikleine Hügel im Streckenprofil. Der fiese Anstieg kommt direkt danach. Ich laufe so langsam, dass ich die Walker kaum überhole. Vielleicht ist Gehen doch keine so schlechte Idee, frage ich mich. Ich versuche, den Berg hochzugehen, aber merke direkt, dass es zwar weniger anstrengend, aber auch wesentlich langsamer ist. Aber der Wechsel zurück in den Laufschritt will mir bis zur Spitze des Berges nicht wirklich gelingen. Bergab liegt mir wesentlich besser. Es macht mir regelrecht Spaß, auf dieser Trailstrecke zwischen den Steinen und Wurzeln umher zu springen. Dass ich bergab Gas gegen kann, ist zuviel gesagt, aber bergab kann ich einiges an dem Tempo wieder aufholen, was ich bergauf verloren habe.

Apropos verloren - Elisa habe ich bergauf auch verloren. Aber sie holt mich kurz nach der ersten Verpflegungsstation, die sie gleichzeitig für eine Pipipause nutzte, wieder ein. Ab da laufen wir wieder gemeinsam. Und das ist auch gut so denn nach der ersten Pause geht es nur noch bergauf. Kilometerlang. Auf knapp fünf Kilometer verteilen sich 136 Höhenmeter. Bergauf. Kurz vor dem höchsten Punkt muss ich kapitulieren und ein kleines Stück gehen. Dann kommt der höchste Punkt der Strecke: Plänckners Aussicht auf 969m. Ab jetzt geht es nur noch bergab, freue ich mich.


Wir fliegen bergab förmlich zur zweiten Verpflegungsstelle bei Kilometer 12,1 wo unsere Eltern jubeln und uns anfeuern (und Fotos machen). Wir fliegen mit strahlendem Lächeln vorbei. Ich fühle mich wieder großartig - der anstrengende Anstieg scheint weit hinter uns zu liegen. Ist das das Läufer's High? Ich schnappe mir Banane und Cola und weiter gehts. Mehr als die Hälfte ist geschafft, jetzt nur noch bergab. Denkste. Natürlich folgen auf den letzten 9 Kilometer auch noch ein paar fiese Anstiege. Bei dem 17. Kilometer fällt mir auf, dass ich noch nie so weit gelaufen bin - und darauf gibt es einen High Five mit Elisa. Ein Blick auf die Uhr verrät, dass wir sogar eine recht passable Zeit schaffen könnten.

Wir werden auf den letzten Kilometern auch zum wiederholten Male auf unsere leuchtend pinken "Vegan"-Laufsocken angesprochen. Jetzt habe ich auch genug Luft, um zu antworten. Ab dem 19. Kilometer wird es irgendwie noch einmal hart, aber als ich das rote, aufgeblasene Tor bei Kilometer 20 sehe weiß ich, dass das Ziel nahe ist. Und so laufen Elisa und ich Hand in Hand in Schmiedefeld, dem schönsten Zielort der Welt, über die Ziellinie. Geschafft. Ich glaub es kaum. Mir wird eine Medaille um den Hals gehangen und ich stolpere zum Getränkestand. Glücklich, total erschöpft, aber gleichzeitig auch höchst motiviert fühle ich mich. Später schleppe ich mich mit unseren Eltern, die uns toller weise begleitet haben, zum Parkplatz und die nächsten fast 48 Stunden kann man fast nichts mit mir anfangen. Aber ich habe Blut geleckt und hätte mich nach dem Zieleinlauf fast direkt für den 44. Rennsteiglauf im nächsten Jahr angemeldet. Die Sofortanmeldung ist zumindest noch bis zum 17. Mai möglich...




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