Donnerstag, 7. Februar 2013

30 = 108

Das war sie nun. Die 30 Tage Ashtanga Challenge. Und nun? Habe ich die Erleuchtung erlebt? Kann ich mit Hilfe meiner Bandhas fliegen? Oder gar stundenlang im Lotussitz verharren? Leider muss ich alles beneinen. Aber das ist keineswegs negativ, denn ich habe viel mehr gelernt.
Die wahrscheinlich wichtigste Erkenntnis, die ich ja bereits ganz am Anfang meiner Yoga-Praxis in San Fransisco hörte: "Don't push it."

Ich glaube, dass ich – extrem motiviert – die erste Woche etwas zu schnell angegangen bin - zwar schaffte ich es erstmals, meine Beine irgendwie in den Lotussitz zu knoten (keine Ahnung mehr, wie ich das schaffte...), aber ich stürzte auch beim Kopfstand um und entwickelte eine schmerzliche Muskelentzündung im Nacken, so dass ich zur Halbzeit eine ungewollte Praxispause einlegen musste.
Danach ließ ich es ruhiger angehen. Machte hauptsächlich die Sonnengrüße während der Praxis daheim. Machte erst einmal keinen Kopfstand mehr. Und konzentrierte mich dafür auf die korrekte Ausrichtung des Beckens und meine Bandhas (was für mir dauerhaft total schwer fällt). Selbst im Skikurzurlaub rollte ich nach einem ausgiebigen Skitag die Travelmat in der Hütte aus und vollführte meine Praxis zwischen eicherustikalem Bett und Kleiderschrank.


Und dann war er da: Tag 30. Der Tag meiner wöchentlichen Mysore-Praxis bei Katja von einfach yoga! Es lief konditionell besser als direkt nach meiner viertägigen Auszeit. Und mir wurde zwischendurch bewusst, dass ich mittlerweile sogar die Reihenfolge der ersten Serie bis zum Boot (Navasana) auswendig kenne! Den Lotussitz schaffte ich zwar nicht, aber dafür stehe ich jetzt ziemlich sicher allein im Kopfstand. Nach der Mysore-Stunde gab es sogar eine Überraschung: Als Belohung, dass die 30 Tage geschafft sind, haben wir alle eine traditionelle Mala-Kette geschenkt bekommen - natürlich mit 108 Perlen. Wie passend, denn die 30 Tage Ashtanga Challenge wurde von allen Teilnehmern auf 108 Tage verlängert...

Durch die aufgesetzte Auszeit, achte ich jetzt mehr darauf, was mein Körper mir sagt. Und für die nächsten 76 Tage zählt das Prinzip: Just do your practice and all is coming. Früher oder später.

Kommentare:

  1. Hut ab und herzlichen Glückwunsch. :) Und schön auf dich aufpassen in Zukunft! (Könnt´ich mir auch selber sagen...*g Wie das halt so ist...)

    LG, Frau Momo

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  2. Das freut mich, dass es dir wieder besser geht und du in der Lage warst, die Challenge noch zu Ende zu führen bzw. sogar noch zu verlängern.

    Auch ich möchte inzwischen (schon nach so kurzer Zeit!) nicht mehr auf Yoga verzichten und kann mir wirklich vorstellen, dass tägliche Praxis unheimlich gut tut :)

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